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Die Grafik der Zukunft? Sie wendet sich an die Vergangenheit

Einst hatten grafische Vorlieben und Neigungen lange Bestand. Mittlerweile – in der schnelllebigen Zeit, in der wir heute leben – tauchen Trends im selben Tempo auf wie sie verschwinden. Dies ist vor allem auf die vielfältigen kreativen Möglichkeiten und den rasanten technologischen Fortschritt zurückzuführen. Was vor zwei Jahren noch innovativ und modern war, ist heute wieder obsolet. Und dennoch zeichnet sich ein roter Faden ab. In Zukunft wird sich weiterhin der Minimal-Trend „less is more“ behaupten, flankiert von alten, etablierten Elementen, die in die Gegenwart geholt und neu interpretiert werden.

Damit auch Sie Ihre Gäste mit einem trendigen Redesign Ihrer Corporate Identity überraschen können, haben wir drei Musts ausgearbeitet, die voll und ganz der Zeit entsprechen.

Responsives Logo

Mit der Verbreitung mobiler Geräte und ihrer wachsenden Bedeutung im Alltag stehen Grafiker vor einer neuen Herausforderung: Logos so zu designen, dass sie auf Bildschirmen aller Größenverhältnisse elegant und effizient eingesetzt werden können. Im Fachjargon spricht man von einem „responsiven“ Logo. Insofern ist es wichtig, dieses grafische Element, das zur Kennzeichnung eines Unternehmens dient, so zu gestalten, dass es in vereinfachter Form in der Lage ist, vollständig die Markenwerte zu vermitteln. Demzufolge ersetzen klare, minimalistische Logos ursprünglich anspruchsvolle Versionen, die zahlreiche grafische Elemente und komplexe Farben enthielten. Kurz gesagt: Alles, was überflüssig ist, wird eliminiert.

Farbverläufe

Farbverläufe, die von Grafikern zu Beginn der Ära des flachen Designs (flat designs) abgelehnt wurden, sind wieder angesagt. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Instagram-Logo, welches mehrere Farbtöne vereint und so gekonnt Akzente setzt. Nennenswert ist auch die Vorliebe für das sogenannte „Ombré”, das sich durch graduelle Verläufe von einer Farbe zur nächsten kennzeichnet, meistens von hell zu dunkel und umgekehrt. Diese Neigungen könnten auf einen gesellschaftlichen Aspekt zurückzuführen sein, immerhin will sich die neue Generation angesichts der rasanten digitalen Entwicklung nicht mehr festlegen und strebt stattdessen eine persönliche Balance an.

Comeback: Farbpalette der 80er und 90er

Exzesse und grelle Farbnuancen: Die achtziger und neunziger Jahre waren wohl die buntesten. Vielleicht aufgrund des nostalgischen Klimas, das damals herrschte, vielleicht aber auch weil die Designer von heute genau in diese Zeit hineingeboren wurden, erleben intensive und gewagte Farben wieder ein Comeback. Trotz allem positionieren sie sich innerhalb des Trends zum Minimalismus. Aus diesem Grund ergänzen diese geradezu nach Aufmerksam buhlenden Farben einfache Formen und Layouts.